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Lern-Alternativen

Ein erster Überblick....

05.10.2010
Die folgenden Seiten bieten einen ersten Einstieg. Weitergehende Infos sind dann im Menü: "Mehr zu..."

Waldorf-, Montessori- und Jenaplan-Schulen erfreuen sich zurzeit eines großen Zulaufs. Die dahinter stehenden reformpädagogischen Ansätze wie die von Rudolf Steiner, Maria Montessori oder Peter Petersen erleben einen regelrechten Boom. Grund sind PISA-, Iglu- und OSCD-Studien, bei denen das deutsche Regelschulsystem schlecht wegkommt. Ansätze der Reformpädagogik haben in vielen "normalen" Kindergärten, in Grundschulen oder auch Gymnasien längst Einzug gehalten. Ihnen gemeinsam ist, dass sie das Kind und dessen Beobachtung in den Mittelpunkt stellen. Quelle: Auszug aus dem Angebot des Bayerischen Rundfunks zu dieser Thematik

 



Gegenüberstellung der 3 wichtigsten Reformpädagogikrichtungen in Deutschland

Die Gegenüberstellung soll einen ersten groben Überblick verschaffen. Weitergehende Informationen stehen Ihnen auf unseren und den verlinkten Seiten zur Verfügung.

 


 Jenaplanpädagogik Montessori-Pädagogik Waldorfpädagogik 
Bild vom Kind humanistisches, realistisches Bild des einzelnen Kindes in Gemeinschaft und Gesellschaft, Bildung und Erziehung, Selbstverantwortung und Teamfähigkeit wesentlich biologistisches Bild vom Kind, eher individuumszentriert, christliche Erziehungsethik, Selbstständigkeit als wesentliches Erziehungsziel "anthroposophische“ Weltsicht und entsprechendes Bild vom Kind als – unterstützt durch Schule und Lehrer - sich entfaltendes Geistwesen 
Gruppierungsform Stammgruppen statt Jahrgangsklassen jahrgangsübergreifende Gruppierung Ablehnung von Jahrgangsmischung 
Klassenraum „Schulwohnstube“, Gruppenraum als Arbeits- und Lebensraum eher Betonung unterrichtlicher Aktivitäten: „vorbereitete Umgebung“ mit gepflegten didaktischen Arbeitsmaterialien eher karge (anthroposophisch begründete) Ausstattung der Klassenräume 
Lehrplan flexible Inhalte, grober Lehr- und Arbeitsplan, handwerkliche Förderung starke Orientierung an durch Montessori entwickelte und begründete Inhalte (Flexibilisierung) traditioneller Lehrplan (Hahnemann) mit einer relativ großen Anzahl „historisch geprägter“ Inhalte 
Unterrichtsform Betonung forschend-entdeckenden Lernens im Rahmen von „Weltorientierung“ als Unterrichtsfach, „natürliches Lernen“ (Basisaktivitäten Gespräch, Spiel, Arbeit und Feier) Freiarbeit im Mittelpunkt, Raum für Einzelarbeit, Bindung an didaktisches Material („Hilf mir, es selbst zu tun!“) stärker durch den Lehrer gelenkter Unterricht (Frontalunterricht), 
Lerninhalte und -methoden starke Orientierung der schulischen Arbeit an aktuellen Inhalten, Ereignissen, Entwicklungen („Das Material ist das Leben“); Aufgeschlossenheit für gesellschaftliche und didaktische Innovationen, Kern-Kurs-System Das Kind sucht sich selbstständig sein "Arbeits"-material, Lernbegleiter(Lehrer) bereiten die Umgebung entsprechend dem indivudellen Entwicklungstand vor stärker am klassischen Kanon von Inhalten orientiert, kaum methodische Innovation, stark lehrerzentriert, Ablehnung von Gruppenarbeit 
Sitzordnung freie, variable und funktionsadäquate Sitzordnung freie, variable Sitzordnung, freie Wahl der Umgebung Frontalsitzordnung obligatorisch, Hörblock 
Lehrerrolle Lehrer als Begleiter und Berater des lernenden/arbeitenden Kindes Lehrer tritt im Ideal vollkommen zurück („Bindestrich“ zwischen Material und Kind) Lehrer als vorgesetzte Autorität; 8 Jahre Klassenlehrer 
Schulform Betonung der Bedeutung der Einzelschule; Schulprogramm und Schulprofil; „offenes Modell“, betont demokratische Orientierung teilweise starke Orientierung am Schulbild Montessoris, weniger politisch orientiert überwiegend Orientierung an der Schulform nach den Ideen Rudolf Steiners, demokratisierte Schulverwaltung 

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